mein typ44 mit 2.0E RT Motor startet oft nur nach einigen Umdrehungen. Zudem ist der Leerlauf nicht wirklich ruhig.
Ich habe nun auf Falschluft geprüft und auch ein Leck an der Ansaughutze gefunden. Dort saß das Gummi nicht korrekt in der Nut vom Stauscheibenkegel. Vermutlich ist dies bereits die Lösung für das Startverhalten + Leerlauf, aber weil ich schon mal dabei bin wollte ich gleich die KE-Jet auf Herz und Nieren prüfen.
Ich habe nun die Benzindrücke an der KE-Jet überprüft und dabei folgende Messergebnisse bekommen:
Unterkammer Messung 1:
- 6,2 bar
- direkt nach ausschalten der Pumpe: 2,9 bar
- nach 10min: 2,5 bar
- nach 20min: 2,4 bar
- 6,2 Bar
- direkt nach ausschalten der Pumpe: 3 bar
- nach 10min: 2,8 bar
- nach 20min: 2,7 bar
- 6,6 bar
- direkt nach ausschalten der Pumpe: 3 bar
- 6,6 bar
- direkt nach ausschalten der Pumpe: 3,1 bar
Zudem liegt der Systemdruck 0,1 bar über dem Sollwert (6,1...6,5 bar).
Der Differenzdruck ist hingegen mit 0,4 bar perfekt im Soll (0,3...0,5 bar).
Anschließend habe ich wegen dem zu hohen Systemdruck nach Reparaturleitfaden die Rücklaufleitung zwischen Unterkammer und Druckregler ausgebaut und auf Durchgang geprüft. Dort hat alles gepasst (habe nur mit dem Mund gepustet
Oberkammer Messung 3:
- 6,2 bar
- direkt nach ausschalten der Pumpe: 3,1 bar
- 6,5 bar
- direkt nach ausschalten der Pumpe: 3 bar
Überprüft habe ich auch den Leerweg der Stauscheibe. Die Ruhelage liegt bei mir ca. 3mm unter der Kegelkante und somit Grenzwertig im Soll (1,9 mm + 1,1mm). Der Leerweg geht genau bis zur Kegelkante, also auch so wie es soll. Deshalb sehe ich hier nicht den Grund für den geringen Haltedruck.
Nun meine eigentlichen Fragen:
- Auch wenn der Systemdruck mit 0,1 bar zu hoch ist bin ich damit eigentlich zufrieden oder wäre es für euch bereits ein Grund den Druckregler zu tauschen?
- Der geringe Haltedruck wird meines Wissens durch einen zu hohen Leerweg der Stauscheibe (hier Grenzwertig), ein defektes Rückschlagventil an der Pumpe oder durch den Druckregler erzeugt. Relevant sollte er aber nur für das Startverhalten sein und nicht für den Motorlauf oder?
- Ich würde nun noch eine Vergleichsmessung der Einspritzventile durchführen und die Einstellung des EHS prüfen (Pendeln des Stroms um 0 mA). Haltet ihr das Vorgehen für korrekt oder gibt es noch bessere/weitere Wege die KE-Jet zu prüfen?